Das Problem: Wallbox im Mehrfamilienhaus war bislang kompliziert
Gerade in Städten wie Wuppertal, Düsseldorf und Köln wohnt ein Großteil der Bevölkerung zur Miete oder als Eigentümer in Mehrfamilienhäusern. Wer dort eine Wallbox installieren wollte, stieß schnell auf Hindernisse: unklare Zuständigkeiten in der WEG, veraltete Elektrik, begrenzte Netzkapazitäten und bislang kaum gezielte Förderung. Genau das ändert sich jetzt.
Das neue Förderprogramm: Wer profitiert?
Das Bundesministerium für Verkehr stellt insgesamt 500 Millionen Euro bereit, um den Aufbau privater Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern zu unterstützen. Antragsberechtigt sind:
- Wohnungseigentümer in Gebäuden mit mindestens drei Wohneinheiten
- Eigentümer von Mehrfamilienhäusern
- Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs)
Wichtig: Das Programm richtet sich ausschließlich an Bestandsgebäude. Einfamilienhäuser und Neubauprojekte sind nicht förderfähig.
Was wird gefördert – und was nicht?
Gefördert wird das Gesamtpaket rund um die Ladeinfrastruktur, also:
- Anschaffung und Installation der Wallbox (Typ 2 oder CCS)
- Netzanschluss und Verkabelung
- Elektrische Komponenten wie Transformatoren
- Notwendige Baumaßnahmen und Vorverkabelung von Stellplätzen
Der Zuschuss beträgt bis zu 100 % der förderfähigen Kosten, jedoch maximal 2.000 € pro Antrag. Nicht gefördert werden Planungs- und Genehmigungskosten sowie Leasing oder Miete von Geräten.
Was muss ich beachten?
Wer eine Förderung beantragen möchte, sollte einige Punkte im Blick behalten:
- Kein vorzeitiger Start: Das Projekt darf erst begonnen werden, nachdem der Förderbescheid erteilt wurde. Wer vorher einen Vertrag abschließt, verliert den Anspruch.
- Erneuerbare Energie: Die Wallbox muss grundsätzlich mit Ökostrom betrieben werden. Wer ohnehin eine PV-Anlage betreibt oder plant, ist hier klar im Vorteil.
- Elektronische Antragstellung: Anträge werden digital über den Projektträger PricewaterhouseCoopers GmbH eingereicht. Konkrete Förderaufrufe mit genauen Fristen und Details werden fortlaufend veröffentlicht.
Kombinationstipp: Wallbox und Photovoltaik
Wer die Wallbox mit einer hauseigenen PV-Anlage kombiniert, profitiert gleich doppelt: Günstig selbst erzeugter Solarstrom fürs E-Auto und eine bessere Bewertung im Antragsverfahren, da der Beitrag zu Umweltzielen als Priorisierungskriterium zählt. Das Zusammenspiel aus Photovoltaik, Stromspeicher und Wallbox ist also nicht nur ökologisch sinnvoll – es kann sich auch finanziell deutlich auszahlen.
Wir unterstützen Sie gerne
Die Förderlandschaft rund um erneuerbare Energien ist komplex und ändert sich regelmäßig. Ob Wallbox, Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpe oder Klimaanlage – unsere Experten kennen die aktuellen Programme im Detail und finden für Sie die optimale Förderkombination. Sprechen Sie uns an und lassen Sie sich unverbindlich beraten. So holen Sie das Maximum aus Ihrer Investition heraus.








